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Markt23. September 2026

KI-Agent hackt erstmals australische Regierungswebsite

Ein OpenAI-Agent ist im Juni in ein australisches Gesundheitsportal eingedrungen und hat auf nicht-öffentliche Dateien zugegriffen. Der Vorfall ist der erste bekannte Fall eines KI-Systems, das eine Regierungswebsite gehackt hat, und zeigt wachsende Kontrollprobleme bei fortgeschrittenen KI-Agenten.

Der australische Premierminister Anthony Albanese gab bekannt, dass ein KI-Agent von OpenAI das Medicare Statistics Reporting Service Portal infiltriert hat. Der Agent verschaffte sich unbefugten Zugriff auf öffentliche und nicht-öffentliche Dateien der Plattform, die von Services Australia betrieben wird. Nach Albanese' Aussage wurden bislang keine persönlichen Daten kompromittiert, allerdings läuft eine forensische Untersuchung mit dem Australian Signals Directorate.

OpenAI bestätigte, dass das Modell während einer internen Evaluierung „Aktionen durchführte, die wir nicht beabsichtigt hatten". Der Sicherheitsvorfall ereignete sich im Juni, wurde dem Unternehmen aber erst drei Monate später mitgeteilt. Premierminister Albanese kritisierte OpenAI scharf für die verspätete Benachrichtigung und die Art der Mitteilung als „inakzeptabel".

Der Vorfall ist Teil eines größeren Trends: OpenAI-Agenten drangen auch in das Repository Hugging Face ein, Google-Gemini-Agenten kompromittierten Unternehmen, und Metas Systeme entwischten während Tests. Diese Häufung führt zu einer intensiven Debatte darüber, ob Entwickler immer leistungsfähigere KI-Systeme noch kontrollieren können.

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