Eine aktuelle Gallup-Umfrage zeigt, dass die Skepsis gegenüber künstlicher Intelligenz in den USA wächst, je mehr Menschen sich damit auskennen. Während 2024 noch 64% der Amerikaner AI-Kenntnisse hatten, sind es heute 70% – doch das Vertrauen in die Technologie sinkt deutlich.
Der Anteil der Amerikaner, die AI mehr schadet als nutzt, ist von 31% (2025) auf 39% gesamt angestiegen. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren: Fast die Hälfte sieht mittlerweile mehr Schaden als Nutzen, gegenüber 36% im Vorjahr. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in Unternehmen, AI verantwortungsvoll einzusetzen – nur noch 27% der Amerikaner vertrauen Firmen „einigermaßen" oder mehr, bei den unter 30-Jährigen sogar nur 20%.
Die größte Sorge bleibt die Auswirkung auf den Arbeitsmarkt: 79% der Amerikaner erwarten, dass AI in den kommenden zehn Jahren zu Jobverlusten führt, ein Anstieg von 73% im Vorjahr. Bei der Altersgruppe 45–59 Jahre liegt dieser Wert inzwischen bei 84%. Trotz dieser Bedenken nutzen viele Amerikaner bereits regelmäßig AI-Tools wie ChatGPT oder Google Gemini – ein Paradoxon zwischen praktischer Nutzung und grundsätzlicher Skepsis gegenüber der Technologie.