Hyperliquid hat einen Meilenstein erreicht: Erstmals entfiel mehr Handelsvolumen auf Real World Assets als auf klassische Kryptowährungen. Der Rekord wird von Experten als struktureller Wendepunkt für dezentrale Finanzplätze interpretiert.
Hyperliquid verzeichnete in der betrachteten Woche ein Handelsvolumen von etwa 50 Milliarden US-Dollar bei unbefristeten Futures. Davon entfielen erstmals 54 Prozent auf sogenannte Real World Assets (RWAs) – also Aktien, Indizes und Rohstoffe, die über das HIP-3-Protokoll gehandelt werden. Mit rund 26 Milliarden US-Dollar RWA-Volumen übertraf Hyperliquid damit das kombinierte Krypto-Futures-Volumen aller anderen dezentralen Börsen zusammen.
Ein besonders auffälliger Trend ist der Aufstieg einzelner Unternehmensaktien: Seit Juni haben sie Indizes und Rohstoffe im RWA-Segment überholt und machen mittlerweile etwa 61 Prozent des gesamten RWA-Volumens aus. Der native HYPE-Token profitierte von dieser Dynamik und liegt seit Jahresbeginn 2026 mit über 150 Prozent im Plus – deutlich vor Bitcoin und Ethereum.
Branchenexperten wie Circle-Mitgründer Jeremy Allaire interpretieren diese Entwicklung als strukturellen Wendepunkt für DeFi. Sie sehen darin nicht nur eine vorübergehende Volumenverschiebung, sondern einen möglichen Paradigmenwechsel: Die dezentralen Märkte könnten sich von reiner Krypto-Spekulation hin zu einer Infrastruktur entwickeln, auf der künftig größere Teile der globalen Finanzmärkte abgewickelt werden.