Auf der dezentralen Börse Hyperliquid machten tokenisierte Wertpapiere und Rohstoffe erstmals mehr als die Hälfte des Handelsvolumens aus. Dieser Meilenstein signalisiert laut ARK Invest den Beginn einer neuen Ära für dezentrale Finanzdienstleistungen (DeFi).
Während der Woche vom 13. bis 19. Juli 2026 entfielen 54 Prozent des Handelsvolumens auf Hyperliquid auf sogenannte Real-World Assets (RWAs) – tokenisierte Versionen traditioneller Finanzinstrumente wie Aktien, Rohöl oder Marktindizes. Mit 26 Milliarden Dollar Handelsvolumen übertrafen diese realen Vermögenswerte allein die kombinierte Kryptowährungshandelsvolumen aller anderen dezentralen Börsen zusammen.
Möglich wurde diese Entwicklung durch das HIP-3-Framework, das Hyperliquid im Oktober 2025 einführte. Es ermöglicht externen Teams, eigene Terminmärkte auf der bestehenden Infrastruktur zu errichten – Entwickler müssen dafür 500.000 HYPE-Token (etwa 30 Millionen Dollar) hinterlegen. Seit Juni 2026 dominieren einzelne Aktien die RWA-Handelsvolumen mit einem Anteil von 61 Prozent, gefolgt von Indizes und Rohstoffen.
Die meistgehandelten Vermögenswerte sind Einzelaktien etablierter und noch nicht börsennotierter Unternehmen. Die südkoreanische Chipfabrik SK Hynix verzeichnete zuletzt das höchste Handelsaufkommen. Hyperliquid verarbeitete in dieser Woche 50 Milliarden Dollar des gesamten dezentralen Terminmarktes von 79 Milliarden Dollar weltweit.