Eine Woche nach dem Launch von OpenAI's GPT-6 Astra beschweren sich Entwickler massiv über eine deutliche Verschlechterung der Modellleistung. Die sogenannte "Post-Launch Lobotomie" wiederholt sich damit bei OpenAI – ein Phänomen, das bereits bei früheren Modellen beobachtet wurde.
Seit Tagen überschwemmen kritische Beiträge die sozialen Medien. Nutzer berichten, dass GPT-6 Astra schneller, aber deutlich schlechter antwortet als noch in der Launch-Woche. Der Entwickler Pranjal Paliwal testete den generierten Code konkret und zog ein hartes Fazit: "We don't have AGI. We have a regression." Andere Entwickler wie Salio und Md Ismail Sojal führten identische Prompts durch und dokumentierten messbar schlechtere Ergebnisse der aktuellen Version im Vergleich zum Launch-Tag.
Die Vermutung der Community: OpenAI könnte den sogenannten "Juice Value" – die Rechenleistung, die das Modell vor der Antwort investiert – nach dem erfolgreichen Launch gedrosselt haben. Dies würde niedrigere Betriebskosten ermöglichen, käme aber auf Kosten der Ausgabequalität. Entwickler berichten von verdoppelten API-Kosten bei gleichzeitig schlechterer Performance, was einige dazu bewegt, zurück zu GPT-5.6 Sol zu wechseln.
Dieses Muster ist nicht neu bei OpenAI: Bereits beim Vorgängermodell Sol im Juli gab es ähnliche Leistungsabfallbeschwerden kurz nach dem Launch. Die wiederholten Vorwürfe einer "Post-Launch Lobotomie" deuten auf ein grundsätzliches Problem hin – sei es durch absichtliche Optimierungen, unerwartete Systemveränderungen oder natürliche Schwankungen in der Performance.