Ein Jahr nach der Unterzeichnung des GENIUS Act arbeiten US-Behörden an konkreten Regulierungsrichtlinien für Stablecoins. Dies markiert den ersten umfassenden föderalen Regulierungsrahmen für einen Teilbereich der Kryptowirtschaft.
Der GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins) wurde vor einem Jahr von Präsident Donald Trump unterzeichnet und gibt den USA erstmals eine gesetzliche Grundlage für die Regulierung von Stablecoins. Seither arbeiten Behörden wie das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) und die Federal Depository Insurance Corporation (FDIC) an der konkreten Ausgestaltung der Regeln für Stablecoin-Emittenten.
Die Regulierungsbehörden haben bereits mehrere Vorschläge zur öffentlichen Stellungnahme veröffentlicht. Diese umfassen Know-Your-Customer-Anforderungen ähnlich wie bei traditionellen Finanzunternehmen sowie Standards für Reservehaltung, Kapital und Liquidität. Die FDIC veröffentlichte zudem einen Fragenkatalog mit 144 Punkten, um ihre Aufsichtsansätze zu konkretisieren. Die Finalisierung dieser Regeln wird noch einige Monate in Anspruch nehmen.
Parallel zur GENIUS-Act-Umsetzung arbeitet die Industrie an der Verabschiedung des Digital Asset Market Clarity Act, der weitere Klarheit für den Kryptosektor bringen soll. Senatoren wie Cynthia Lummis und Bernie Moreno haben Entwürfe erarbeitet, deren endgültiger Text jedoch noch nicht öffentlich verfügbar ist. Experten erwarten die Veröffentlichung in den kommenden Wochen.