StartseiteNewsFlock-Kameras unter Druck: Datenschutz-Skandal erreicht US-Kongress
Markt29. Juli 2026

Flock-Kameras unter Druck: Datenschutz-Skandal erreicht US-Kongress

Automatische Nummernschildlesegeräte von Flock Safety geraten zunehmend in die Kritik. Bürger und Politiker wehren sich gegen die Überwachungstechnologie, nachdem Missbrauchsfälle und politische Einsätze bekannt wurden.

Die Proteste gegen Flock Safety wachsen: Während Vertreter im US-Kongress bereits Gesetzentwürfe vorbereiten, die Bundesförderungen für solche Systeme stoppen sollen, haben Kommunen von Kalifornien bis Indiana ihre Deployments ausgesetzt oder storniert. Besonders pikant: CEO Garrett Langley musste sich öffentlich entschuldigen, nachdem er Überwachungskritiker als "Terroristen" bezeichnet hatte.

Die Technologie wird Berichten zufolge längst über ihren ursprünglichen Zweck hinaus missbraucht. Das Institute for Justice dokumentierte über zwei Dutzend Fälle, in denen Polizisten mit automatisierten Nummernschildlesegeräten Ex-Partner verfolgten. In Milwaukee und Texas zeigen sich besonders problematische Verwendungen: ein Polizist verfolgte eine Freundin, während die Technologie auch bei Abtreibungsermittlungen und Protesten wie den "No Kings"-Demos 2025 eingesetzt wurde.

Der Widerstand hat auch zu direkten Aktionen geführt: Im Juni und Juli zerstörten oder deaktivierten Aktivisten mindestens 33 Flock-Kameras in 23 US-Staaten. Online-Gemeinschaften teilen Kartendaten und Tipps zur Kameravermeidung, während erste Zerstörer strafrechtlich verfolgt werden. Flock beteuert zwar, keine Gesichtserkennung zu nutzen und Daten nur 30 Tage zu speichern – doch das Vertrauen der Öffentlichkeit ist nachhaltig beschädigt.

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