StartseiteNewsFATF warnt vor Stablecoin-Kriminalität und fordert schnellere AML-Durchsetzung
Markt16. Juli 2026

FATF warnt vor Stablecoin-Kriminalität und fordert schnellere AML-Durchsetzung

Die Financial Action Task Force (FATF) hat einen Bericht veröffentlicht, der zeigt, dass Kriminelle zunehmend Stablecoins für illegale Finanztransaktionen nutzen. Die globale Anti-Geldwäsche-Behörde fordert Länder auf, ihre Kryptowährungsvorschriften schneller umzusetzen und durchzusetzen.

Die FATF warnt in ihrem neuesten Bericht, dass Kriminelle Stablecoins – insbesondere dollargebundene Kryptowährungen – massiv für Geldwäsche ausnutzen. Besonders besorgniserregend ist, dass kriminelle Netzwerke nun auch eigene proprietäre Stablecoins entwickeln, die speziell dazu ausgelegt sind, Vermögenseinfrierungen und Beschlagnahmen zu umgehen. Diese Entwicklung zeigt, wie schnell sich illegale Akteure an regulatorische Maßnahmen anpassen.

Zwar haben 83 Prozent der befragten Länder die sogenannte Travel Rule in ihre Gesetze aufgenommen – eine Steigerung von 73 Prozent im Vorjahr – doch die FATF stellt fest, dass viele dieser Länder die rechtlichen Rahmen noch nicht in effektive Aufsicht und Durchsetzung umgewandelt haben. Die Travel Rule verpflichtet Finanzinstitutionen und Krypto-Dienstleister, Absender- und Empfängerinformationen bei grenzüberschreitenden Transaktionen über 1.000 Dollar oder Euro auszutauschen.

Der Bericht identifiziert zusätzliche Lücken: Länder kämpfen weiterhin mit der Regulierung von Offshore-Kryptodiensten und der Risikobewertung dezentraler Finanzplattformen (DeFi). Die FATF warnt, dass DeFi-Bereiche zu einem wachsenden regulatorischen Blindfleck werden könnten und fordert Jurisdiktionen auf, ihre AML-Standards zügig zu implementieren.

Jeden Montag im Postfach
Bitcoin, Ethereum, Regulierung, Börsen-News — kompakt zusammengefasst. Kein Rauschen, nur das Wichtigste.
✓ Kostenlos✓ 5 Minuten lesen✓ Kein Spam✓ Jederzeit abbestellbar

Weitere Markt-News