Der ehemalige SEC-Vorsitzende Mark Uyeda bestätigt, dass die Behörde mehrere hochkarätige Verfahren gegen Krypto-Unternehmen wie Kraken, Ripple und Coinbase eingestellt hat. Kritiker sehen darin eine politische Gegenleistung für die Unterstützung der Krypto-Industrie für Donald Trumps Wahlkampf 2024.
Mark Uyeda war von Januar bis April 2025 kommissarischer Vorsitzender der SEC und verantwortete die Einstellung von Klagen gegen mehrere führende Krypto-Börsen und Unternehmen. Trump hatte während seiner Kampagne versprochen, den vorherigen SEC-Vorsitzenden Gary Gensler, unter dem die meisten dieser Verfahren eingeleitet wurden, sofort zu entlassen. Gensler trat am Tag von Trumps Amtsantritt zurück.
Uyeda ist seit 2022 Kommissar der SEC und arbeitet derzeit in der Behördenleitung neben weiteren Vertretern. Mit dem erwarteten Ausscheiden von Kommissarin Hester Peirce im November wird die SEC nur noch zwei von fünf Leitungspositionen besetzt haben. Trump hat bislang keine Nominierungen für mögliche Nachfolger angekündigt, was die Besetzung der Behörde in Zukunft prägen könnte.
Die Entscheidung, Krypto-Verfahren fallen zu lassen, wird von Branchenbeobachtern als bedeutende Verschiebung in der regulatorischen Haltung interpretiert. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die künftige Beaufsichtigung von Kryptowährungen und digitalen Vermögenswerten in den USA haben.