Die Ethereum Foundation hat zkAPI live geschaltet – ein System, das es Nutzern ermöglicht, für KI-Services zu bezahlen, ohne ihre Identität oder Anfragen preiszugeben. Das Protokoll nutzt Zero-Knowledge-Proofs, um Zahlungen von persönlichen Daten zu trennen.
Die Ethereum Foundation und das Open Anonymity Project stellten zkAPI am 1. Oktober 2025 auf dem Ethereum-Mainnet vor. Das System ermöglicht es Nutzern, Guthaben in USDC oder ETH einzuzahlen und daraufhin anonyme, zeitlich begrenzte API-Keys über Zero-Knowledge-Proofs zu erhalten. Die Lösung soll das Problem der Privatsphäre in der KI-Nutzung adressieren: Bisher müssen Nutzer ihre vollständigen Anfragen an Anbieter wie OpenAI weitergeben, wo sie mit persönlichen Daten verknüpft werden.
Das technische Konzept funktioniert wie digitales Bargeld auf der Blockchain. Bei jeder KI-Anfrage erstellt die Nutzersoftware einen Zero-Knowledge-Proof – einen mathematischen Nachweis, der belegt, dass ausreichend Guthaben vorhanden ist, ohne Details preiszugeben. Der Server verifiziert diesen Beweis und stellt einen temporären API-Key aus, der nur im Gerätespeicher lebt und keinen Namen oder Zahlungsinformationen enthält.
Das Konzept basiert auf einem Vorschlag von Davide Crapis (Leiter des dAI-Teams der Ethereum Foundation) und Vitalik Buterin aus Februar 2025. Zur Einführung stellt die Foundation auch „OA Chat" bereit, einen browserbasierten Chatbot ohne Installationsbedarf. Die aktuelle Implementierung arbeitet mit OpenRouter, bietet aber Unterstützung für alle OpenAI-kompatiblen KI-Services.