Ethereum dominiert den Stablecoin-Sektor mit mehr als der Hälfte der weltweiten Marktkapitalisierung. Diese Position wird durch die Integration von Layer-2-Netzwerken noch verstärkt und zeigt die zentrale Rolle Ethereums für institutionelle Finanzanwendungen.
Der Stablecoin-Markt ist für das digitale Finanzsystem von wachsender Bedeutung. Mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von etwa 294,1 Milliarden US-Dollar entfallen rund 55,6 Prozent auf das Ethereum-Mainnet. Das Konkurrenz-Netzwerk Tron folgt mit 31 Prozent deutlich dahinter, während Solana mit 5 Prozent bereits erheblich zurückfällt. Andere Blockchains wie BNB Chain, Arbitrum und Polygon spielen nur eine untergeordnete Rolle im Stablecoin-Segment.
Die Dominanz wird noch deutlicher, wenn Layer-2-Lösungen wie Base und Arbitrum in die Betrachtung einbezogen werden. Der Anteil des gesamten Ethereum-Ökosystems nähert sich dann der 60-Prozent-Marke. Dies unterstreicht, dass ein Großteil der globalen Stablecoin-Liquidität über eine einzige, auf Ethereum basierende Infrastruktur fließt.
Die institutionelle Nachfrage nach Ethereum-basierten Stablecoins erklärt sich durch mehrere Faktoren: hohe Sicherheit, langjährige Zuverlässigkeit, tiefe Liquidität und ein umfangreiches DeFi-Ökosystem. Unternehmen wie Circle, Tether, PayPal, Fidelity und Société Générale nutzen Ethereum bereits. JPMorgans digitaler Dollar JPMD wird sogar über Base, einer Ethereum-Layer-2, abgewickelt.