Ethereum ist auf 1.950 USD geklettert und hat dabei 62 Millionen USD an Short-Positionen liquidiert. Allerdings deuten On-Chain-Indikatoren und makroökonomische Faktoren darauf hin, dass eine weitere Rallye zum 2.100-USD-Ziel vor Hürden steht.
Der Ethereum-Kurs hat in den vergangenen Wochen deutlich an Fahrt aufgenommen und markierte ein 7-Wochen-Hoch bei knapp 1.950 USD. Diese Aufwärtsbewegung löste eine Kettenreaktion aus: Über 62 Millionen USD an Short-Positionen wurden liquidiert, was typischerweise zu weiteren Kaufimpulsen führt. Technisch deutet die Dynamik auf einen potenziellen Angriff auf die psychologisch wichtige Marke von 2.100 USD hin.
Allerdings gibt es erhebliche Gegenwinds. On-Chain-Metriken wie die Whale-Aktivität und das Holder-Sentiment deuten auf schwächer werdende Kaufkraft hin. Große Investoren reduzieren ihre Positionen, was ein mögliches Warnsignal darstellt. Parallel dazu belasten makroökonomische Faktoren – von Zinsentwicklungen bis zu geopolitischen Risiken – den breiteren Kryptomarkt.
Für einen nachhaltigen Durchbruch über 2.100 USD würde ETH stabilisierter Makroindikatoren und verstärkte institutionelle Nachfrage benötigen. Kurzfristig könnte die Volatilität anhalten, während längerfristig die fundamentalen On-Chain-Signale über die Marktrichtung entscheiden dürften.