Die von Coinbase gegründete Advocacy-Gruppe Stand With Crypto hat eine überparteiliche Liste von Senatoren und Abgeordneten unterstützt. Der Schritt folgt dem gescheiterten Clarity Act und zeigt die wachsende politische Mobilisierung der Krypto-Industrie vor der Wahl.
Stand With Crypto kündigte am Mittwoch ihre ersten Senatskandidaten-Endorsements an und intensiviert damit ihre Wahlkampfanstrengungen. Die Gruppe unterstützt überparteilich sowohl Republikaner wie Jon Husted in Ohio und Ashley Hinson in Iowa als auch den Demokraten Chris Pappas in New Hampshire. Nach eigener Aussage bewertet Stand With Crypto Kandidaten ausschließlich nach ihrer Krypto-Politik, unabhängig von Parteiaffinitäten.
Der Zeitpunkt ist symbolträchtig: Der Clarity Act war im September mit 49-50 Stimmen im Senat gescheitert, nachdem alle Demokraten gegen das Gesetz stimmten. Stand With Crypto hatte daraufhin Senatoren gedroht, ihre Abstimmungsverhalten öffentlich zu dokumentieren und Wähler zur Rechenschaft zu ziehen. Mit der aktuellen Kampagne unterstreicht die Gruppe ihre Ankündigung, die politische Arena zum Schlachtfeld um krypto-freundliche Kandidaten zu machen.
Die politische Mobilisierung der Industrie erreicht beispiellose Ausmaße: Während Stand With Crypto selbst keine direkten Wahlkampfspenden vergibt, fließen Millionen von unterstützenden Super-PACs an Kandidaten mit hohen Bewertungen. Die Fairshake-PAC etwa investiert 30 Millionen Dollar gegen Ohio-Kandidat Sherrod Brown, einen bekannten Krypto-Skeptiker. Das gesamte Krypto-Political-Spending für den aktuellen Wahlzyklus nähert sich bereits 200 Millionen Dollar.