Polymarket-Trader bewerten die Wahrscheinlichkeit der Verabschiedung des US-Clarity Acts zur Regulierung von Kryptomärkten auf nur noch 32% bis Ende 2025. Der Senat blockiert das Vorhaben durch ungelöste Debatten über Ethik-Bestimmungen.
Die Chancen auf eine Verabschiedung des Clarity Acts im laufenden Jahr sind auf dem Kryptowetten-Markt Polymarket auf ein Allzeittief gefallen. Trader bewerten die Wahrscheinlichkeit einer Gesetzesverabschiedung bis zum 31. Dezember 2025 derzeit auf nur noch 32% – ein Rückgang von etwa 30 Prozentpunkten seit dem Start des Marktes im Januar. Noch im Februar lag die Quote bei 82%, bevor sie seit Mai kontinuierlich sank.
Die fehlende bipartisanische Einigung auf Ethik-Bestimmungen bleibt das Haupthindernis. Der demokratische Senator Ruben Gallego aus Arizona fordert konkrete Regelungen gegen Interessenskonflikte von Politikern mit digitalen Vermögenswerten. Ohne diese Klausel signalisiert er, das Gesetz nicht zu unterstützen – eine Position, die auch andere demokratische Senatoren teilen. Ein Treffen zwischen Präsident Trump und republikanischen Senatoren zu diesem Thema hatte bis Freitag keine Fortschritte gebracht.
Befürworter des Clarity Acts argumentieren, dass das Gesetz dringend notwendig ist: Die Regelung würde erstmals eine klare föderale Aufteilung schaffen, wonach die SEC Wertpapiere und die CFTC Rohstoffe reguliert. Dies würde Jahre der Regulierung durch Einzeldurchsetzungen durch legislativ festgelegte Regeln ersetzen. Branchenvertreter betonten bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus, dass diese Rechtssicherheit bedeutende Investitionen in Krypto-Projekte ermöglichen würde.