Cardanos Van Rossem Hard Fork markiert einen Wendepunkt: Erstmals wurde ein Protokoll-Upgrade nicht von den Gründern, sondern vollständig durch die Community-Governance ratifiziert. Das Netzwerk zog damit am 18. Juli auf Version 11 auf und senkt Smart-Contract-Kosten.
Der Van Rossem Hard Fork brachte Cardano am Samstag, den 18. Juli, auf Protokollversion 11. Die technischen Änderungen reduzieren die Ausführungskosten für Smart Contracts und bereiten das Netzwerk auf die geplante Ouroboros Leios Skalierungslösung vor, die für 2026 erwartet wird. Für alltägliche ADA-Transaktionen ergeben sich zunächst keine Veränderungen.
Das bedeutsamere Merkmal des Upgrades ist jedoch die Veränderung der Kontrolle: Zum ersten Mal in Cardanos Geschichte war nicht Input Output, das Entwicklerunternehmen hinter dem Blockchain, das Upgrade federführend. Stattdessen wurde die Änderung vollständig über Cardanos Onchain-Governance-System vorgeschlagen, debattiert und ratifiziert – das System der sogenannten Voltaire-Ära, das Stakeholdern direkte Abstimmungen über Protokolländerungen ermöglicht.
Die Abstimmungsergebnisse zeigen unterschiedliche Zustimmungsniveaus: Delegierte Vertreter votierten mit 78,97% dafür (Schwelle: 60%), das Constitutional Committee stimmte einstimmig für Compliance, während Pool-Betreiber mit nur 53,02% zustimmten. Dieses knappe Ergebnis unterstreicht, dass dezentralisierte Governance bedeutet, dass das Ergebnis nicht mehr automatisch den Wünschen der Gründer entspricht.