Das Ethereum-Treasury-Unternehmen Bitmine hat in den ersten Wochen des Jahres 2026 über 100.000 ETH pro Woche gekauft und verfolgt damit das ehrgeizige Ziel, 5% des gesamten Ethereum-Angebots zu halten. Analyst Tom Lee sieht in den aktuellen Marktbedingungen einen potenziellen Superzyklus.
Bitmine, das größte Ethereum-Treasury-Unternehmen, hat seinen Kaufpace in diesem Monat zwar verlangsamt, vorher aber drei Wochen lang jeweils über 100.000 ETH pro Woche erworben. Das Unternehmen folgt damit einem ähnlichen Ansatz wie Michael Saylors Bitcoin-Schatzkammer bei MicroStrategy und kauft kontinuierlich, auch in Marktabschwüngen. Um sein Ziel von über 6 Millionen ETH – entsprechend 5% der zirkulierenden Supply von 120,7 Millionen Token – zu erreichen, benötigt Bitmine noch etwa 644.596 ETH, was laut Lee noch dieses Jahr erfolgen könnte.
Parallel stärkt Bitmine seine Einnahmequellen durch Staking: Das Unternehmen hat bereits über 4,7 Millionen Dollar in Ethereum-Staking investiert und rechnet mit annualisierten Staking-Erträgen von 276 Millionen Dollar. Dieser Strategiewechsel ist notwendig, da die reine Vermögenshaltung durch Spot-Krypto-ETFs an Attraktivität verloren hat. Insgesamt sind derzeit über 39,2 Millionen ETH gestakt – etwa 32% der Gesamtsupply.
Der Marktkontext bleibt volatil: Ethereum erreichte im August 2025 ein Allzeithoch von 4.946 Dollar, fiel seitdem aber um über 58%. Lee argumentiert, dass solche Kurskorrektionen Kaufgelegenheiten darstellen könnten und ein möglicher Superzyklus bevorsteht.