Bitcoins Kursanstieg von 24,6% im August 2024 war nicht das Resultat neuer Käufer, sondern hauptsächlich durch die Zwangsliquidation von Short-Positionen angetrieben. Die Analyse zeigt, dass der Markt diese Bewegung als einmalige Prämisse interpretiert, nicht als Wendepunkt.
Eine gemeinsame Analyse von Glassnode und der Krypto-Börse Bybit offenbart ein überraschendes Muster: Während Bitcoin in fünf Tagen im August um 24,6% stieg, sank das offene Interesse an Münz-Positionen um 12,6%. Dies deutet darauf hin, dass nicht optimistische Neupositionen, sondern die Auflösung von Short-Positionen den Rally antrieb. Von rund 64.000 BTC an geschlossenem offenen Interesse entfielen 89% auf liquidierte Short-Positionen.
Auch der Optionsmarkt bestätigt dieses Bild: Zum ersten Mal seit 361 Tagen notierten Calls höher als Puts, was auf eine massive Umpositionierung hindeutet. Volatilitätsindizes stiegen um das Vierfache des normalen Tagesbereichs. Die Repricing an der Vorderseite der Futures-Kurve bei stabilen längerfristigen Kontrakten deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer die Bewegung als einmaliges Ereignis einordneten.
Diese Dynamik setzte sich fort: Nach der Ankündigung der Fed folgte eine weitere Liquidationswelle mit über 230 Millionen Dollar in Bitcoin-Shorts und insgesamt etwa 529 Millionen Dollar Liquidationen in 24 Stunden. Die zentrale offene Frage bleibt, ob sich diese Umpositionierung verfestigt oder ob der Markt zum früheren Muster zurückkehrt.