Bitcoin zeigt derzeit eine bullische Divergenz, die Analysten an den Tiefpunkt von 2022 erinnert. Ob sich der vierjährige Marktzyklus tatsächlich wiederholt, bleibt aber wissenschaftlich umstritten.
Nach jüngsten Kursverlusten stabilisiert sich Bitcoin wieder über 64.000 US-Dollar. Auffällig ist eine Parallele zur Marktstruktur von 2022: Der Kurs notiert auf niedrigere Tiefs, während technische Indikatoren wie der Relative-Stärke-Index gleichzeitig höhere Tiefs zeigen. Diese sogenannte bullische Divergenz könnte signalisieren, dass der Verkaufsdruck nachlässt.
Der Bitcoin-Markt folgt historisch einem ungefähr vierjährigen Zyklus, der sich am sogenannten Halving orientiert – der regelmäßigen Halbierung der Miner-Belohnungen. Das letzte Halving fand im April 2024 statt. 2022 dauerte die beschriebene Divergenz 161 Tage und endete mit einem finalen Tiefpunkt, der sich später als Zyklusboden erwies. 2026 besteht diese Struktur bereits seit etwa 147 Tagen. Allerdings ist dieser Zusammenhang wissenschaftlich nicht vollständig gesichert.
Analysten warnen davor, ausschließlich auf den perfekten Einstiegspunkt zu warten. Ein mögliches Szenario ist ein weiterer Rückgang gegen 45.000 US-Dollar, bevor eine nachhaltige Aufwärtsbewegung einsetzt. Ein gestaffeltes Kaufen zwischen 60.000 und 64.000 US-Dollar könnte jedoch langfristig einen attraktiven Durchschnittspreis ermöglichen – unabhängig davon, ob der historische Zyklus sich exakt wiederholt.