Ein Bitcoin-Wal hat seine kompletten 4.581,94 BTC im Wert von etwa 377 Millionen Dollar nach fünfeinhalb Jahren am 12. Oktober zu fünf neuen Adressen transferiert. Die Coins waren seit März 2020 unangerührt geblieben und haben sich damit ver-10facht.
Der unbekannte Wallethalter hatte seine Bitcoins zu Zeiten der COVID-19-Pandemie erworben, als BTC noch 8.830 Dollar kostete. Sein Investment von damals 40,5 Millionen Dollar ist seitdem durch alle großen Marktturbulenzen gewachsen – von Teslas Bitcoin-Zahlungsstop über Chinas Mining-Verbot bis zur FTX- und Terra-Krise 2022.
Die Transaktion erfolgte äußerst kostengünstig mit einer Gebühr von nur 732 Satoshis, was etwa 60 Cent entsprach. Vier der fünf Zieladressen erhielten jeweils exakt 1.000 BTC, die fünfte 581,94 BTC. Bis zum 13. Oktober wurden diese Coins noch nicht weiterbewegt, weshalb unklar bleibt, welche Institution dahintersteckt oder welche Absicht verfolgt wird.
Der Wallet hatte über die Jahre hinweg auch regelmäßig sogenannte Dust-Überweisungen erhalten – minimale Beträge von wenigen hundert bis tausend Satoshis. Eine dieser 22 Einzahlungen deutet auf einen Adress-Spoofing-Versuch hin, bei dem Betrüger gefälschte Adressen erstellen. Die Hodling-Strategie des Investors bewies jedoch beeindruckende Disziplin und wurde mit knapp 10-fachem Gewinn belohnt.