Bitcoin kämpft derzeit mit wichtigen Widerständen und Unterstützungszonen. Die kommende FOMC-Sitzung der US-Notenbank könnte richtungsweisend sein und möglicherweise einen Kursausbruch auslösen.
Bitcoin verteidigt seit Wochen die kritische Unterstützungszone zwischen 58.000 und 60.000 US-Dollar, während es gleichzeitig versucht, die Marke von 65.000 US-Dollar zu überwinden. Trader beobachten derzeit zwei wesentliche technische Widerstände: Die Spanne zwischen 66.000 und 67.000 US-Dollar hat sich zuletzt mehrfach als Hürde erwiesen. Ein überzeugender Ausbruch über diese Zone könnte neues Momentum auslösen und Short-Positionen unter Druck setzen.
Die kommende FOMC-Sitzung am 29. Juli wird von Analysten wie Michaël van de Poppe als entscheidend für die kurzfristige Entwicklung bewertet. Grund dafür sind die gesunkenen Inflationsdaten, die eine Verschiebung der Fed-Diskussion von Zinserhöhungen hin zu möglichen Zinssenkungen bedeuten könnten. Ein dovisher Tonfall der Notenbank würde Risikoanlagen wie Bitcoin unterstützen, da fallende Zinserwartungen die Attraktivität unverzinslicher Anlagen erhöhen.
Allerdings zeichnet das CME FedWatch Tool ein vorsichtigeres Bild: Der Terminmarkt preist für die kommende Sitzung mit 62,1 Prozent unveränderte Zinsen ein, während eine Erhöhung mit 37,9 Prozent kalkuliert wird. Eine Zinssenkung wird aktuell mit null Prozent bewertet. Entscheidend dürfte weniger die Zinsentscheidung selbst sein als vielmehr die Fed-Aussagen zum Inflationsausblick und zum weiteren geldpolitischen Kurs.