Bitcoin kämpft derzeit mit der 65.000-Dollar-Marke und könnte nach der anstehenden FOMC-Sitzung einen wichtigen Ausbruch erleben. Entscheidend wird weniger die Zinsrate selbst sein als vielmehr der zukünftige geldpolitische Ausblick der Federal Reserve.
Bitcoin verteidigt seit mehreren Wochen die kritische Unterstützungszone zwischen 58.000 und 60.000 US-Dollar, während es an der 65.000-Dollar-Marke Widerstand erfährt. Der Kurs befindet sich deutlich unterhalb seines Allzeithochs, doch kurzfristig könnte eine richtungsweisende Woche bevorstehen. Die kommende FOMC-Sitzung könnte darüber entscheiden, ob Bitcoin den Widerstand bei 67.000 US-Dollar überwindet oder erneut zur Unterstützung zurückfällt.
Trader wie Michaël van de Poppe bewerten das FOMC-Treffen als einen der wichtigsten Termine und erwarten einen möglichen Ausbruch über 67.000 Dollar. Seine These basiert darauf, dass die jüngsten Inflationsdaten sich abgeschwächt haben und die Federal Reserve möglicherweise vom Thema Zinserhöhungen zu möglichen Zinssenkungen übergehen könnte. Ein dovisher Tonfall würde Bitcoin begünstigen, da sinkende Zinserwartungen die Attraktivität nicht verzinslicher Anlagen erhöhen.
Das CME FedWatch Tool zeichnet jedoch ein vorsichtigeres Bild: Der Terminmarkt bewertet eine unveränderte Zinsrate mit 62,1 Prozent und eine Erhöhung mit 37,9 Prozent. Eine Senkung wird mit 0 Prozent eingepreist. Entscheidend dürfte weniger die tatsächliche Zinsrate als vielmehr der Ausblick auf Inflation, Wirtschaftswachstum und den zukünftigen Zinspfad werden.