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Bitcoin20. Mai 2026

Bitcoin über 77.000 Dollar trotz 2-Milliarden-Abflüsse aus ETFs

Bitcoin ist über die 77.000-Dollar-Marke gestiegen, obwohl Spot-Bitcoin-ETFs in der vergangenen Woche 2 Milliarden Dollar Nettoabflüsse verzeichneten. Makroökonomische Faktoren und Schwäche in den chinesischen Kryptomärkten deuten jedoch auf anhaltende Verunsicherung hin.

Bitcoin hat sich am Mittwoch über der 77.000-Dollar-Marke stabilisiert, nachdem die breiteren Märkte nach dem Rückgang der Rohölpreise unter 108 Dollar eine leichte Erholung zeigten. Die Kursbewegungen von Bitcoin korrelieren derzeit eng mit dem Russell-2000-Index der US-amerikanischen Small-Cap-Aktien, was auf eine dominante Rolle makroökonomischer Faktoren hindeutet. Gleichzeitig lösten die Nettoabflüsse von 2 Milliarden Dollar aus US-Spot-Bitcoin-ETFs in der vergangenen Woche Befürchtungen vor weiteren Preisrückgängen unter die 75.000-Dollar-Marke aus.

Besonders besorgniserregend sind die Signale aus dem chinesischen Kryptomarkt: Stablecoins werden dort mit einem Abschlag von 0,4 Prozent gegenüber dem offiziellen Yuan-Dollar-Kurs gehandelt. Dies deutet auf eine verstärkte Nachfrage nach Marktaustritten hin und signalisiert mangelndes Vertrauen der Investoren. Experten sehen einen Zusammenhang mit hartnäckig hohen Ölpreisen und steigenden US-Staatsanleihenrenditen, die wirtschaftliche Abschwächungsrisiken widerspiegeln.

Die Federal Reserve befindet sich in einem Dilemma: Während erhöhte Energiekosten die Inflation anheizen, limitieren sie gleichzeitig Spielraum für expansive Geldpolitik zur Rezessionsbekämpfung. Zusätzliche Unsicherheit entstand durch Sparmaßnahmen im Tech-Sektor, etwa bei Meta und Cloudflare, was auf wachsende ökonomische Risiken hindeutet, die von der Stärke einzelner Technologieaktien überlagert werden.

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