Während die Begeisterung für KI-fokussierte Bitcoin-Miner abkühlt, zeigen Insider-Verkäufe von Führungskräften zunehmende Skepsis. Gleichzeitig erzielen Unternehmen wie CleanSpark und Bitmine durch strategische Diversifizierung in Rechenzentren und Ethereum-Staking neue Einnahmequellen.
Der Sektor der Bitcoin-Mining-Unternehmen erlebt eine Phase der Neubewertung. Executives von TeraWulf, Cipher Digital, Riot Platforms und Core Scientific haben in den letzten Monaten erhebliche Aktienverkäufe getätigt, oft über prearrangierte Handelspläne. Der Index der TEM AI Infrastructure Growth Index ist im vergangenen Monat um 16 Prozent gefallen, was die nachlassende Euphorie für KI-fokussierte Mining-Strategien widerspiegelt. Investoren prüfen nun kritisch, ob die anvisierten Geschäftserweiterungen tatsächlich zu Gewinnen für Aktionäre führen werden.
CleanSpark zeigt mit seinem neuen Datenzentrums-Vertrag in Georgia einen vielversprechenden Weg auf: Der 20-jährige Mietvertrag für ein 175-Megawatt-Rechenzentrum könnte bis zu 6,6 Milliarden Dollar Vertragsvolumen generieren. Die Aktie sprang daraufhin um bis zu 22 Prozent. Der Vertrag mit einem ungenannten technologiekonzern unterstreicht, dass Mining-Unternehmen neben Bitcoin zunehmend in High-Performance-Computing und Infrastruktur investieren.
Bitmine Immersion Technologies demonstriert das Potenzial einer anderen Diversifizierungsstrategie: Das Unternehmen erzielte im letzten Quartal 45,7 Millionen Dollar Umsatz aus Ethereum-Staking – 98 Prozent seiner Gesamteinnahmen. Mit etwa 4,9 Millionen gestakten ETH ist Bitmine nach eigenen Angaben der größte Staking-Betreiber und prognostiziert annualisierte Staking-Rewards von 284 Millionen Dollar, sobald alle Token vollständig gestakt sind.