Bitcoin notiert auf neuen Jahrestiefs, während der US-Dollar zu 13-Monats-Hochs ansteigt. Spot-Bitcoin-ETF-Abflüsse und nachlassende institutionelle Käufe deuten auf wachsende Verkaufsrisiken hin.
Bitcoin ist am Mittwoch bis auf $59.060 gefallen, obwohl die Ölpreise deutlich zurückgegangen sind. Der US-Dollar-Index erreichte seinen höchsten Stand seit 13 Monaten und belastet damit nicht-renditetragende Vermögenswerte wie Bitcoin. Anleger befürchten, dass eine mögliche Rückkehr zu $60.000 nicht von Dauer sein könnte.
Die gestiegene Dollarstärke wird typischerweise negativ mit Bitcoin korreliert, da Investoren die Kryptowährung als Inflationsschutz betrachten. Gleichzeitig fallen Gold- und Ölpreise: Gold rutschte erstmals seit sieben Monaten unter $4.000, während Brent-Rohöl unter $74 notiert – Niveaus vor dem Iran-Konflikt. Diese Entwicklung deutet auf sinkende Nachfrage nach knappen Vermögenswerten hin.
Hinzu kommt, dass Inflation nur langsam sinkt und die Fed Zinsen länger hochhalten dürfte – ein Umstand, der festverzinsliche Anlagen attraktiver macht. Die M2-Geldmenge ist zwar auf $23,05 Billionen gestiegen, doch Investoren konzentrieren sich zunehmend auf den Tech-Sektor und KI-Infrastruktur statt auf alternative Vermögenswerte wie Bitcoin. Damit schwächt sich die mittelfristige Investitionsthese für Kryptowährungen ab.