Bitcoin ist unter seine 200-Tage-Linie gefallen, nachdem die drei Haupttreiber der Rally – gehebelte Futures-Käufe, Spotnachfrage und ETF-Zuflüsse – deutlich schwächer geworden sind. Analysten sehen 70.000 Dollar als nächste kritische Unterstützung.
Bitcoin ist nach einem Rückgang von 82.400 Dollar auf etwa 77.900 Dollar unter seine 200-Tage-Durchschnittslinie gefallen. Diese technische Marke gilt unter Tradern als wichtiger Indikator für die Unterscheidung zwischen einer Bäremarkt-Erholung und einer echten Erholung. Das Analyseunternehmen CryptoQuant warnt vor schwächelnder Nachfrage: Der Bull Score Index ist von 40 auf 20 Punkte gefallen – ein „extrem bärisches" Niveau, das zuletzt im Februar und März beobachtet wurde.
Die Rally war bislang von drei Faktoren gestützt worden: gehebelte Futures-Käufe, Spotmarkt-Nachfrage und Zuflüsse in US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs. Alle drei Faktoren sind nun abgeebbt. Die US-ETFs verzeichneten in den letzten zwei Wochen Abflüsse von etwa zwei Milliarden Dollar, nachdem sie zuvor sechs Wochen lang kontinuierliche Zuflüsse gebracht hatten. Auch Indikatoren aus Südkorea und Hongkong deuten auf schwache Nachfrage hin.
Falls sich die Korrektur verschärft, identifiziert CryptoQuant die 70.000-Dollar-Marke als nächste entscheidende Unterstützung. Dieses Niveau, das dem realisierten Preis der Trader entspricht, hat Rallys bereits im Oktober und Januar begrenzt. Ob es diesmal als Halt fungiert, bleibt abzuwarten.