Die Kryptobörse Binance führt regelmäßige Sicherheitstests durch, um ihre Mitarbeiter gegen Social-Engineering-Attacken zu wappnen. Diese Trainingsmaßnahmen haben sich über Jahre hinweg bewährt und werden durch Leistungsanreize unterstützt.
Binance setzt seit drei bis vier Jahren auf sogenannte Red-Team-Übungen, um die Sicherheitsvorkehrungen zu testen und zu verbessern. Dabei simulieren interne Sicherheitsteams realistische Angriffe wie Phishing-E-Mails oder Bewerbungsgespräche von gefälschten Recruitern. Nach Jahren intensiven Trainings hat sich die Sicherheitskultur im Unternehmen deutlich verbessert, wie Chief Security Officer Jimmy Su berichtet.
Die Trainingsszenarien sind vielfältig und realistisch gestaltet. Mitarbeiter erhalten beispielsweise gefälschte Konferenz-Einladungen oder werden mit vermeintlichen Jobchancen konfrontiert. Ein besonders tückisches Angriffsmuster ist die sogenannte "Zoom-Meeting-Attacke", bei der Malware als Software-Update getarnt wird. Statistiken zeigen, dass etwa 65 Prozent der Krypto-Sicherheitsvorfälle 2025 auf Social Engineering zurückgehen.
Um die Effektivität der Tests zu erhöhen, werden Mitarbeiterergebnisse in die Leistungsbewertungen einbezogen. Wiederholte Fehlgriffe bei Phishing-Simulationen können sich negativ auf die Bewertung auswirken und im schlimmsten Fall zur Kündigung führen. Damit schafft Binance einen Anreiz für kontinuierliche Wachsamkeit im gesamten Unternehmen.