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Regulierung04. Oktober 2026

Bankenverband verklagt US-Behörde wegen Krypto-Banklizenzen

Der Verband der unabhängigen US-Gemeinschaftsbanken hat die amerikanische Bankaufsichtsbehörde OCC vor Gericht verklagt. Der Grund: Die OCC vergibt nationale Trust-Bank-Charters an Kryptofirmen, wodurch diese die Glaubwürdigkeit einer Bankenlizenz erhalten, ohne die üblichen regulatorischen Anforderungen erfüllen zu müssen.

Der Independent Community Bankers of America (ICBA) wirft der OCC vor, ihre gesetzliche Autorität zu überschreiten. Die Kläger argumentieren, dass Kryptounternehmen durch die Trust-Charter als „Hintertür ins Bankensystem" fungieren. Diese Firmen profitieren von der Reputation einer föderalen Bankenlizenz, während sie von Anforderungen wie FDIC-Versicherung, Kapitalstandards und dem Community Reinvestment Act befreit bleiben.

Der ICBA-Vorstand warnt zudem vor Schutzlücken für Verbraucher. Bei Kryptoassets in Trust-Charters-Firmen entfallen die üblichen bundesstaatlichen Schutzmaßnahmen, die Kunden von traditionellen Banken erwarten. Gleichzeitig werden diese Unternehmen deutlich leichter reguliert als klassische Banken, während sie staatliche Verbraucherschutzgesetze umgehen.

Die Klage zielt konkret auf die Aufhebung einer OCC-Regel vom März 2026 und einzelner Genehmigungen – etwa die vorläufige Charter der Firma Protego. Im Hintergrund warten weitere Kryptofirmen wie Circle, Ripple, Kraken und die Trump-nahestehende World Liberty Financial auf OCC-Lizenzen. Die Auseinandersetzung verschärft sich, während die OCC gleichzeitig Stablecoin-Regeln finalisiert.

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