Eine Studie der italienischen Notenbank zeigt, dass Stablecoin-Transfers zwar in den meisten Korridoren unter dem globalen Durchschnitt liegen, aber nicht zwingend kostengünstiger als etablierte Anbieter wie Wise sind. Die Effizienz hängt stark von der lokalen Zahlungsinfrastruktur und dem regulatorischen Umfeld ab.
Die Bank of Italy hat Stablecoin-Überweisungen über verschiedene Zahlungskorridore hinweg untersucht und Kosten zwischen 0,3 und knapp 9 Prozent gemessen. Damit bleiben die meisten Transfers unter dem weltweiten Durchschnitt von 6,65 Prozent, den die Weltbank berichtet. Allerdings schlagen etablierte Anbieter wie Wise in drei von sieben vergleichbaren Korridoren die Stablecoin-Variante.
Die Studie hebt hervor, dass die Qualität der lokalen Zahlungssysteme entscheidend für die Effizienz ist. Besonders relevant: Wenn Stablecoins direkt für Waren, Dienstleistungen oder Miete verwendet werden könnten – ohne Rückumwandlung in Fiat-Währung – würde sich ihr wirtschaftlicher Vorteil erheblich erhöhen. Investitionen in inländische Echtzeitzahlungssysteme könnten die Konkurrenzfähigkeit grenzüberschreitender Stablecoin-Transfers deutlich verbessern.
Ein wichtiges Ergebnis betrifft die Regulierung: Prohibitive Regelwerke unterdrücken die Stablecoin-Nutzung nicht, sondern treiben Nutzer stattdessen zu unregulierten Offshore-Plattformen. Overly restrictive Frameworks erhöhen zudem die operative Komplexität für Privatnutzer. Der Stablecoin-Markt ist unterdessen auf etwa 307 Milliarden Dollar angewachsen.