Der ehemalige Coinbase-CTO Balaji Srinivasan sucht nach einer Vereinbarung mit Malaysia, nachdem Behörden seine Tech-Community wegen mutmaßlich israelischer Bürger untersucht haben. Ohne rechtliche Zusicherungen kündigte er an, sein Projekt und Millionen-Investitionen in andere Länder zu verlagern.
Balaji Srinivasan startete im August 2024 die Network School in Malaysias Forest City, eine physische Community für Tech-Gründer und Kreative nahe Singapur. Nach Vorwürfen einer Aktivisten-Gruppe, die Schule beherberge israelische Unternehmer, leitete Malaysias Home Affairs Ministry eine Untersuchung ein. Die Behörden bestätigten, dass alle 266 Ausländer gültige Dokumente besaßen, doch der Vorfall offenbarte ein grundsätzliches Problem für Krypto-Utopien.
Srinivasan fordert nun ein Memorandum of Understanding von Premierminister Anwar Ibrahim, das der Community explizit rechtliche Sicherheit garantiert. Der Gründer will damit ausdrücklich signalisieren, dass sein Projekt nicht nur abstrakt willkommen ist, sondern konkret akzeptiert wird. Ohne solche Zusicherungen kündigte er an, das Projekt in andere Länder zu verlagern – eine geplante 122-Millionen-Dollar-Expansion hat er bereits auf Eis gelegt.
Die Episode verdeutlicht das zentrale Dilemma von dezentralisierten Tech-Communities: Sie streben nach digitalen Ökosystemen mit eigenen Institutionen, bleiben aber auf die rechtliche Absicherung durch konventionelle Staaten angewiesen. Balaji betont, dass er sich dort ansiedeln will, wo sein Projekt wirklich willkommen ist – andernfalls suche er sich ein gastfreundlicheres Land.