Die BaFin hat den Regulierungsantrag der futurum bank AG abgelehnt, die bitcoin.de betreibt. Die Handelsplattform bleibt damit weiterhin außer Betrieb, soll aber über ein alternatives Partnermodell wieder aktiviert werden.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) lehnte am 6. Oktober 2026 den MiCA-Antrag der futurum bank AG ab. Bitcoin Group SE, das Mutterunternehmen von bitcoin.de, teilte die Entscheidung mit und sprach von einem erwarteten Rückschlag. Der Handelsbetrieb auf der Plattform ist seit Juni 2026 weitgehend eingestellt; Nutzer können Kryptowährungen abheben, dürfen aber nicht mehr handeln oder Euro einzahlen.
Statt der geplanten direkten Regulierung verfolgt Bitcoin Group nun ein alternatives Modell: Ein reguliertes deutsches Institut soll als Handelspartner der Kunden fungieren, während ein zweites Institut die Kryptoverwahrung übernimmt. Bitcoin Group behält dabei die Marke und technische Infrastruktur. Die Namen der Partner wurden noch nicht genannt; nach Unternehmensangaben befinden sich die Verträge in der Finalisierungsphase. Die technischen Vorbereitungen sind bereits abgeschlossen, die Kundenguthaben wurden im August auf neue Verwahrungssysteme übertragen.
Bitcoin Group und die futurum bank AG können innerhalb eines Monats nach formeller Zustellung Widerspruch einlegen oder einen neuen Antrag stellen. Ein fester Termin für die Wiederaufnahme des Handels besteht derzeit nicht. Die ursprüngliche MiCA-Antragsstellung erfolgte im Juni 2025; die BaFin hatte die Kryptodienste bislang geduldet, was mit der Ablehnung nun endet.