Nach einem Software-Fehler in der Liquid-Sidechain wurden etwa 320 Millionen Dollar in Bitcoin gestohlen. Die Hacker haben zwar 3.400 BTC zurückgegeben, doch etwa 600 BTC im Wert von 47 Millionen Dollar bleiben unerstattet. Blockstream führt Verhandlungen zur Rückgabe der fehlenden Gelder.
Die Attacke auf die Liquid Network ereignete sich Sonntag und basierte auf einer kritischen Sicherheitslücke in der zugrunde liegenden Elements-Software. Diese ermöglichte es den Angreifern, unbacked L-BTC-Token zu erstellen und diese gegen echte Bitcoin aus den Netzwerk-Reserven einzutauschen. Die Hacker zogen zunächst etwa 4.000 BTC ab, bevor der Exploit erkannt und das Netzwerk pausiert wurde.
Nach der Rückgabe von 3.400 BTC am Montag verbleiben noch etwa 600 BTC als ausstehend – etwa 15 Prozent des gestohlenen Volumens. Die unbekannten Akteure identifizierten sich selbst als White-Hat-Sicherheitsforscher, doch Branchenexperten wie Charles Guillemet von Ledger bezweifeln diese Darstellung. Sie argumentieren, dass das Halten von Mitteln als Verhandlungsmasse eher auf Erpressung hindeutet als auf ehrliche Sicherheitsforschung.
Blockstream arbeitet an einem Emergency-Update, um die Sicherheitslücke zu schließen und den Netzwerk-Status wiederherzustellen. Laut Aussagen der Entwickler wurden keine privaten Schlüssel kompromittiert und die Peg-Out-Mechanik funktionierte wie beabsichtigt – der Fehler lag ausschließlich bei der Transaktionsvalidierung. Der Zeitpunkt für die Rückgabe der verbleibenden Gelder ist noch unbekannt.