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Markt02. August 2026

2026: Real World Assets lösen Bitcoin als Treiber ab

Der Kryptomarkt erlebt 2026 einen Paradigmenwechsel: Während Bitcoin weiterhin unter Druck steht, dominieren Real World Assets wie Aktien und Rohstoffe zunehmend die Handelsvolumina dezentraler Börsen. Experten sehen darin einen historischen Wendepunkt für die Blockchain-Industrie.

Die dezentrale Börse Hyperliquid zeigt ein bemerkenswertes Phänomen: Der Anteil der Real World Assets am Handelsvolumen ist stark gestiegen und übersteigt mittlerweile klassische Kryptowetten deutlich. In einzelnen Zeiträumen entfallen bis zu 75 Prozent des Perpetual-Futures-Volumens auf synthetische Kontrakte für Aktien, Indizes, Gold oder Öl, während Bitcoin nur noch etwa zehn Prozent ausmacht. Eine Woche im Juli 2026 unterstreicht diesen Trend: RWA-Märkte generierten 25,1 Milliarden US-Dollar, also etwa 52 Prozent des Gesamtvolumens – erstmals mehr als alle anderen Kategorien zusammen.

Möglich wird diese Entwicklung durch das HIP-3-Protokoll, das externen Entwicklern erlaubt, eigene Perpetual-Märkte auf Hyperliquid zu schaffen. Damit erhalten Händler 24/7-Zugang zu gehebeltem Engagement in traditionellen Vermögenswerten, ohne diese physisch zu halten. Preise werden über externe Datenquellen abgebildet, während Verwaltung und Abwicklung komplett onchain stattfinden.

Der entscheidende Vorteil liegt in der permanenten Verfügbarkeit: Während Börsen nachts oder am Wochenende geschlossen sind, können Kontrakte auf Hyperliquid jederzeit gehandelt werden. Dies ermöglichte beispielsweise schnelle Reaktionen auf geopolitische Krisen über Ölprodukte. Circle-CEO Jeremy Allaire sieht darin einen Kipppunkt, an dem sich das traditionelle Finanzsystem endgültig ins Internet verlagert.

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